Warum der NSA-Skandal nur die Spitze eines Eisbergs ist

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Nicht erst seit der NSA-Spionageaffäre sorgen sich Internetuser und Smartphone-Benutzer in Europa um die Datensicherheit. Wie in der Münchner Runde am 29. Oktober 2013 gezeigt wurde, ist es überhaupt kein Problem, einen Trojaner in ein Android-Handy einzupflanzen und den Benutzer auf Schritt und Tritt zu überwachen. Es gibt Technologien, die das verhindern können, aber die wirtschaftlichen Interessen von Cyber-Giganten wie Google stehen dem entgegen. Auf dem Blog des Schweizer Web-Spezialisten Contaxe wird angeprangert, dass die Politiker den großen Internet-Unternehmen in die Hände spielen und innovative Technologie aus Europa vernichten.

Crawler Technologie mit Sicherheitsaspekt

Laut Contaxe ist es eine reine Absichtserklärungen von Politikern, die Menschen in Europa vor den Datenzugriffen aus den USA schützen zu wollen. Dabei bleibe es laut Contaxe auch, denn obwohl entsprechende Systeme zum Datenschutz angeboten würden, werde seitens der Politik nicht darauf reagiert. Der Schweizer Webdienstleister entwickelt seit 8 Jahren für die Werbung im Netz eine ausgefeilte Crawler-Technologie, mit der es möglich wäre, eine europäische Suchmaschine auf den Weg zu bringen, die keine Daten ausspioniert und so verhindert, dass durch gezielte Manipulation eine Wettbewerbsverzerrung erfolgt. Wie im Post des Schweizer Unternehmens nachzulesen ist, gelingt es Google und anderen großen Suchmaschinen, Werbeblocker zu umgehen, indem ein Deal mit den Betreibern der Blocker ausgehandelt wird, der den Methoden von Schutzgelderpressern nicht unähnlich ist. Kleine Anbieter haben demnach gar keine Chance, weil ihnen das nötige Geld fehlt.

EU-Kommission bei Wettbewerbsverstößen gefordert

Schon in der Vergangenheit gab es mehrere Klagen von Internet-Dienstleistern gegen den Marktbeherrscher Google. So hatte im Jahr 2011 das französische Unternehmen1plusV ein Prüfverfahren bei der EU-Kommission eingeleitet. 1plusV entwickelte Suchmaschinen wie Ejustice.fr und Eguides.fr und deckte damit spezifische Themengebiete ab. Ähnlich wie Contaxe jetzt warf 1plusV Google vor, die Entwicklung von kleineren Suchmaschinen zu blockieren. Die Franzosen forderten „Googles dubiosen und diskriminierenden Praktiken“ ein Ende zu machen. Der US-Konzern habe die 1plusV-Angebote Ejustice.fr, E-Musicpro und Eguides „ökonomisch getötet“, heißt es in einem Bericht in Spiegel Online vom 22. Februar 2011.

Cyber-Giganten Google, United Internet und Paypal beherrschen den Markt

Google, United Internet und Paypal sind Internetriesen mit unterschiedlichen Präferenzen, aber ähnlicher Zielrichtung. Sie wollen die Kontrolle über den Markt der Zukunft im World Wide Web. Während Google Algorithmen ausfeilt, um das Surfverhalten der Internetuser auszuspähen und die Analysen so zu verfeinern, dass die Daten für gezielte Werbung verwendet werden können, punktet PayPal als virtuelle Bank für den Zahlungsverkehr beim Online-Shopping. Für Unternehmen außerhalb der Euro-Zone ein Zuschuss-Geschäft, weil Paypal gezielt an die Konten der Inlandswährung überweist und von den Devisen profitiert, während den Unternehmen durch den schlechten Wechselkurs das Nachsehen hat. Laut Contaxe bewegen sich seine finanziellen Einbußen über Paypal bei 5%. Die United Internet AG steht hinter dem meist verwendeten Werbeblocker Adblock Plus, der eigentlich Werbeanzeigen ausblenden soll. Aber das ist nur bedingt so, denn wie mobilgeeks.de berichtet, ist die United Internet AG ein Netzwerk von finanzkräftigen Werbepartnern, die von dieser Blockierung just ausgeschlossen sind.

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